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Pariser Tickets im Detail: Mit der RER B vom CDG in die Stadt

Vom CDG mit der RER B in die Stadt: Preise für Einzelfahrt, Zehnerkarte, Tageskarte und Navigo, die vier Regeln der Wochenkarte und der Kauf am Automaten.
12 Min. Lesezeit
  • Pariser Nahverkehr
  • CDG
  • RER B
  • Navigo
  • Pariser Metro

Der RER-B-Ticketschalter am Flughafen Charles de Gaulle: eine Reihe gelber Automaten „Tickets et Navigo“ unter einem blauen RER-B-Schild, davor Reisende mit Koffern

Der Flughafen Charles de Gaulle (CDG) liegt etwa 25 Kilometer nordöstlich von Paris, und der Weg in die Stadt ist im Grunde eine einzige Linie: Folgen Sie den Schildern „Train / RER“ hinunter zum Bahnhof und nehmen Sie die RER B. Wirklich ins Stocken gerät man erst beim Ticketkauf – auf der Glastür steht „Tickets et Navigo“, an der Wand hängt eine Reihe gelber Automaten, auf dem Bildschirm erscheinen die Wörter Tickets, Passes und Airport Tickets, und daneben klebt ein Plakat mit „Paris ↔ Airport 13 € +2 €“. Jedes Wort ist bekannt, und trotzdem weiß man nicht, welches man antippen soll.

Dieser Leitfaden folgt einer echten Ankunft: zuerst mit den RER-B-Schildern zum Bahnsteig, dann die fünf Ticketarten und ihre Preise im Vergleich, danach die Regeln der Wochenkarte, bei denen man am leichtesten Geld verliert, schließlich der Kauf am Automaten Bildschirm für Bildschirm in sieben Schritten – und zum Schluss, von welchem Bahnhof der Zug in die Provinz fährt. Die Preise sind die, die im August 2026 vor Ort galten.

Ein Missverständnis bei Paris-Neulingen: Die RER B ist keine eigene „Flughafen-Schnellbahn“, sondern die Linie B des Pariser Regionalnetzes RER, die die Stadt durchquert und unter anderem am Gare du Nord und bei Châtelet hält; in Google Maps heißt sie RER B, und das weiße B auf blauem Grund ist ihr Kennzeichen. Wer das einmal verstanden hat, für den ergeben alle Ticketarten danach Sinn.

1. Vom CDG in die Stadt

Wenn Sie aus der Gepäckausgabe kommen, suchen Sie die Schilder „Train / RER“ oder „Gares“ – nicht „Métro“. Der Bahnhof von CDG liegt unter Terminal 2, ein Stockwerk unter der Ankunftsebene; landen Sie in Terminal 1 oder 3, nehmen Sie zuerst den kostenlosen CDGVAL-Shuttlezug nach T2 und fahren dann hinunter. Die Wegweiser sind dicht gesetzt, folgen Sie einfach ihnen; Sie brauchen dafür keine Karte.

Unten am Bahnhof sehen Sie zwei Dinge gleichzeitig: eine Reihe gelber Automaten mit der Aufschrift „Tickets et Navigo“ und ein verglastes SNCF-Büro, über dessen Tür „Services Navigo / Tickets Paris et Île-de-France“ steht und in dem die Schalter 01 bis 03 liegen. Für eine einzelne Fahrt vom Flughafen ist der Automat am schnellsten; wer Fragen zur Wochenkarte hat, umbuchen oder eine Fahrkarte in die Provinz kaufen will, stellt sich am Schalter an. Wenn mehrere große Flüge gleichzeitig landen, sind beide Seiten lang – wer sein Ticket schon auf dem Handy gekauft hat, geht einfach durch die Sperre.

Das SNCF-Büro im Bahnhof von CDG: über den Glastüren „Services Navigo / Tickets Paris et Île-de-France“, vor den Schaltern 01 bis 03 stehen Reisende an, unten rechts ein Schild „Entrée / Eingang“

Nach dem Kauf gehen Sie weiter, und über Ihnen hängt ein großes dunkelblaues Schild: ein weiß umrandetes „RER“ neben einem blauen „B“, zwei Pfeile nach unten, darunter in kleinen Buchstaben Voie 11, 12 und Paris – das ist der Zugang zu den Bahnsteigen. Vom Flughafen bis zum Gare du Nord und nach Châtelet-Les Halles dauert die Fahrt etwa 25–30 Minuten, mit mehreren Zwischenhalten. Mit viel Gepäck meiden Sie am besten die morgendliche Hauptverkehrszeit; die Gepäckregale im Zug sind klein, große Koffer stehen meist an der Tür.

Der Zugang zu den RER-B-Bahnsteigen: das große RER-B-Logo und zwei Pfeile nach unten auf dunkelblauer Decke, darunter Voie 11, 12 und Paris

Die Flughafenfahrt kostet 13 €, ist das teuerste Ticket der ganzen Reise und das einzige, mit dem Sie die RER B vom Flughafen in die Stadt nehmen können. Es gilt nur für dieses Teilstück; Metro und Bus in Paris brauchen eine eigene Fahrkarte. Auch wenn Sie eine Wochenkarte planen, kaufen Sie diese 13 € am Flughafen – warum, steht in Abschnitt 3.

2. Tickets und Preise in Paris

In Paris gibt es fünf Fahrkartenarten: die Einzelfahrt, die Flughafenfahrt, die Zehnerkarte, die Tageskarte und die Wochenkarte. Beim ersten Kauf einer dieser Karten zahlen Sie zusätzlich 2 € Kartengebühr; danach lässt sich dieselbe Karte immer wieder aufladen. Die Karte selbst kostet keine Kaution und muss nicht zurückgegeben werden. Rechnen Sie vorher eine Sache aus: wie viele Tage Sie in Paris sind und wie oft Sie pro Tag fahren. Zwei Tage mit drei, vier Fahrten am Tag – Einzelfahrten oder Zehnerkarte genügen. Fünf Tage und mehr, die über eine Woche reichen – die Wochenkarte ist meist am günstigsten.

TicketPreisPasst, wennGilt auf der Flughafenlinie?
Einzelfahrt (Metro / RER in der Stadt)2,50 €nur zwei, drei Fahrten am TagNein
Einzelfahrt (Bus)2 €kurze Strecken, etwas von der Stadt sehenNein
Flughafenfahrt einfach13 €Ankunfts- oder AbflugtagJa
Zehnerkarte25 €drei bis fünf Tage, kein Anstehen am AutomatenNein
Tageskarte12 €mehrere Ziele an einem TagNein
Wochenkarte (Navigo)31,50 € + 5 € KarteAufenthalt über eine Woche, täglich unterwegsJa

Eine Einzelfahrt mit der Metro kostet 2,50 €, mit dem Bus 2 €, und jede Fahrt wird einzeln entwertet. Die Zehnerkarte kostet 25 €, also 2,50 € pro Fahrt – genau so viel wie beim Einzelkauf. Sie spart das Anstehen am Automaten, nicht den Preis; halten Sie sie nicht für einen Mengenrabatt. Die Tageskarte kostet 12 € und gilt vom ersten Einsatz am Tag bis 24:00 Uhr, nicht 24 Stunden lang; wer sie erst um drei Uhr nachmittags kauft, hat effektiv neun Stunden, also kaufen Sie sie morgens.

Zwei Details werden leicht übersehen. Erstens: Steckt die Flughafenfahrt auf der Karte, lässt sich diese Karte nach der Erfahrung dieses Tests nicht mehr mit Metro-Einzelfahrten aufladen, sondern nur mit Busfahrkarten – betrachten Sie sie also nicht als Startguthaben für den Stadtverkehr. Zweitens: Die Tageskarte gilt nicht auf der Flughafenlinie. Auf dem Bildschirm steht ausdrücklich „Forfait Day Pass (excluding airports)“; wer mit der Tageskarte in die RER B steigt, wird am Ausgang von der Sperre aufgehalten und muss eine Flughafenfahrt für 13 € nachlösen.

Die Wochenkarte kostet 31,50 € plus 5 € Kartengebühr und ist die einzige Langzeitkarte, die die Flughafenlinie abdeckt. Sie ist günstig, aber ihre Regeln sind strenger als die der anderen vier – darum geht es im nächsten Abschnitt.

3. Die vier Regeln der Wochenkarte

Die Wochenkarte ist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Pariser Nahverkehr – und die Karte, die am leichtesten falsch gekauft wird. Wer diese vier Regeln kennt, zahlt kein Geld umsonst.

Erstens: Sie gilt bis Sonntag 24:00 Uhr der Woche, in der Sie sie gekauft haben, nicht sieben volle Tage lang. Montagmorgen gekauft, bringt sie sieben Tage; Donnerstag gekauft, bleiben vier; Sonntag gekauft, verfällt sie am selben Abend. Die Wochenkarte rechnet in Kalenderwochen – das ist der grundlegende Unterschied zur Tageskarte und zur Zehnerkarte. Zweitens: Auf der Karte muss ein passbildgroßes Foto kleben; das Kartenfeld hat einen Rahmen dafür, und ohne Foto gilt die Karte bei einer Kontrolle als ungültig. In den Metrostationen stehen meist Automaten für Passfotos, bequemer ist es, eines von zu Hause mitzubringen. Die Wochenkarte nutzt außerdem eine andere Karte als die Einzelfahrten: Sie hat das Fotofeld und kostet 5 €, die Navigo Easy für Einzelfahrten nur 2 €. Drittens: Die Wochenkarte gibt es nur am besetzten Schalter und in der App von Île-de-France Mobilités, nicht am Automaten – wenn Sie im Menü kein Wochenkartenangebot finden, haben Sie nicht falsch gesucht. Viertens: Am Flughafen ist die Wochenkarte nicht zu bekommen. Kaufen Sie am Ankunftstag zuerst eine Flughafenfahrt für 13 € (ohne Karte plus 2 € Kartengebühr) und besorgen Sie die Wochenkarte danach am Schalter einer Metrostation in der Stadt.

Der letzte Punkt ist besonders wichtig: Die Wochenkarte deckt die Flughafenlinie ab, Einzelfahrt und Tageskarte nicht. Landen Sie unter der Woche und fliegen Sie am Wochenende ab, ist die Rückfahrt für 13 € mit drin; liegt der Rückflug aber nach Sonntag 24:00 Uhr, brauchen Sie für den Weg zum Flughafen eine neue Einzelfahrt.

Wer die Kartengebühr sparen will, kauft das Ticket in der App und legt es in Apple Wallet ab – der Preis dafür ist, dass die Registrierung meist eine europäische Handynummer verlangt, die Kurzreisende nicht immer haben. Rechnen Sie Karte und Fahrten zusammen: Wochenkarte 31,50 € plus 5 € sind 36,50 €, eine Tageskarte kostet 12 €. Bei vier Tagen kommen vier Tageskarten auf 48 € – die Wochenkarte ist deutlich billiger. Bei drei Tagen liegen drei Tageskarten mit 36 € fast gleichauf, aber die Wochenkarte deckt zusätzlich eine Fahrt zum Flughafen ab und bleibt damit günstiger.

Kauf amTatsächlich nutzbarEmpfehlung
Montag7 Tageam günstigsten, einfach kaufen
Dienstag6 Tagegünstig
Mittwoch5 Tagegünstig
Donnerstag4 Tagegleichauf mit vier Tageskarten, plus eine Flughafenfahrt
Freitag3 Tagelohnt nur, wenn auch die Rückfahrt über die RER B geht
Samstag2 Tageeine Tageskarte ist besser
Sonntag1 Tagverfällt am Abend, nicht kaufen

4. Der Automat Schritt für Schritt

Es gibt zwei Automaten: gleiche Gehäusefarbe, unterschiedliche Funktion. Geräte mit der Aufschrift ticket verkaufen neue Karten und laden auf, Geräte mit recharge laden nur eine vorhandene Karte auf. Wer zum ersten Mal da ist und keine Karte hat, nimmt ticket; wer schon eine Karte hat und nur ein paar Metrofahrten braucht, steht bei recharge meist kürzer an. Die Automaten nehmen Visa, Mastercard und andere Bankkarten sowie Münzen; unten im Bildschirm läuft eine Reihe Nationalflaggen, mit denen sich die Anzeige auf Englisch umstellen lässt.

Treten Sie an den Automaten heran und drücken Sie noch nichts. Rechts am Gehäuse hängt ein rotes Preisschild: „To leave this Airport: Paris ↔ Airport ticket ONLY“, darunter groß 13 € und daneben klein +2 € – das ist die offizielle Schreibweise für „Flughafenfahrt 13 Euro, neue Karte plus 2 Euro Kartengebühr“, und sie deckt sich mit dem, was im Netz kursiert.

Nahaufnahme eines Automaten „Tickets et Navigo“: Der Bildschirm zeigt „Payment accepted / Card being printed“, daneben hängt das Preisschild „Paris ↔ Airport ticket 13 € +2 €“

Die erste Bildschirmseite bietet nur zwei Möglichkeiten: links eine blaue Navigo-Karte mit dem Text „Place your Navigo pass“ – Sie haben schon eine Karte und legen sie zum Aufladen auf das Lesefeld; rechts steht „You don't have a Navigo Pass: touch here“ – Sie haben noch keine Karte und tippen hier, um eine neue zu kaufen. Beide Wege teilen sich eine Seite; lassen Sie sich vom Lesefeld links nicht dazu verleiten, dass nur Aufladen möglich sei.

Der erste Bildschirm des Automaten: links „Place your Navigo pass“ zum Aufladen, rechts „You don't have a Navigo Pass: touch here“ für eine neue Karte

Nach dem Tippen auf „keine Karte“ zeigt die zweite Seite das Inhaltsverzeichnis: Tickets (Einzelfahrten), Passes (Tages-, Wochen- und ähnliche Zeitkarten) und Airport Tickets (Flughafentickets). Für die erste Flughafenfahrt können Sie direkt Airport Tickets wählen; der Automat rechnet dann 13 € Fahrpreis und 2 € Kartengebühr zusammen. Wählen Sie zuerst Tickets, finden Sie die Flughafenfahrt später auch, müssen sich aber durch eine Ebene mehr klicken.

Das Menü des Automaten: Tickets, Passes und Airport Tickets, unten „Cancel all“ und die Reihe der Sprachflaggen

Tickets führt auf die dritte Seite: Metro-Train Ticket (Metro und Zug) und Bus-Tram Ticket (Bus und Straßenbahn). In Paris haben Metro und Bus unterschiedliche Preise – 2,50 € gegen 2 € –, eine falsche Wahl hier zieht also den falschen Preis nach sich. Danach folgt die vierte Seite mit der Frage nach Vollpreis oder ermäßigtem Preis: Vollpreis ist die normale Erwachsenenfahrkarte, ermäßigt gilt nur für Kinder von 4 bis unter 10 Jahren oder für Inhaber einer Rabattkarte. Als Besucher wählen Sie in der Regel den Vollpreis.

Das Menü mit Metro-Train Ticket und Bus-Tram Ticket, darunter steckt eine Navigo-Easy-Karte im Lesefeld

Das Menü mit Full fare (Vollpreis) und Reduced fare (ermäßigt, 4 bis unter 10 Jahre oder Rabattkarte)

Die Tageskarte läuft über einen anderen Weg. Gehen Sie zurück auf die zweite Seite und wählen Sie Passes; dort erscheinen Forfait Day Pass (Tageskarte, ohne Flughafen) und Forfait Paris Visite (Touristenpass für 1, 2, 3 oder 5 Tage). Nach der Wahl der Tageskarte listet der Automat die Daten einer Woche ab heute auf, von „today August 21“ bis „August 27“; die Karte gilt ab dem angetippten Tag – tippen Sie also nicht aus Gewohnheit auf heute, wenn Sie sie nicht sofort brauchen. Rechts auf dem Bildschirm steht laufend die Bestellung, etwa „1 Navigo Daily Pass“; werfen Sie vor dem Bezahlen einen Blick darauf, dann kaufen Sie nicht versehentlich die falsche Anzahl.

Das Menü mit Forfait Day Pass (Tageskarte ohne Flughafen) und Forfait Paris Visite für 1, 2, 3 oder 5 Tage

Die Datumsauswahl: eine Liste von today, August 21, bis August 27, rechts die Bestellung mit einem Navigo Daily Pass

Bezahlen können Sie mit Bankkarte oder Münzen. Eine neue Karte kommt unten aus dem Ausgabefach, die Fahrkarte selbst liegt auf der Karte. Aufladen und Neukauf laufen fast gleich ab, nur der letzte Schritt unterscheidet sich: Für eine neue Karte kommen 2 € Kartengebühr dazu. Die Wochenkarte gibt es am Automaten nicht – das stand schon in Abschnitt 3, und auch ganz unten im Menü findet sich nichts. Der Automat ist nicht defekt, die Regel ist so.

Verknüpft man die Bildschirme, ergibt sich der komplette Ablauf an einem Automaten:

  1. Automat wählen: ticket verkauft neue Karten, recharge lädt nur auf.
  2. Erster Bildschirm: Karte auflegen oder „You don't have a Navigo Pass“ antippen.
  3. Zweiter Bildschirm: Tickets, Passes oder Airport Tickets.
  4. Dritter Bildschirm (Einzelfahrten): Metro-Train oder Bus-Tram.
  5. Vierter Bildschirm: Vollpreis oder ermäßigt.
  6. Tageskarte: Passes → Forfait Day Pass → Geltungsdatum wählen.
  7. Bezahlen: mit Karte oder Münzen, bei einer neuen Karte kommen automatisch 2 € dazu.

5. In die Provinz: erst den Bahnhof klären

Wer von Paris in die Provinz fährt oder in Paris auf einen Hochgeschwindigkeitszug umsteigt, muss eines wissen: Paris ist keine Stadt mit „einem Bahnhof“. Es gibt sechs Hauptbahnhöfe, jeder für eine Richtung; zu unterschiedlichen Städten der Umgebung und zu unterschiedlichen Flughäfen fahren Züge von unterschiedlichen Bahnhöfen – ähnlich wie in Beijing, wo Hauptbahnhof, Westbahnhof und Südbahnhof je ihr Gebiet bedienen und der falsche Bahnhof den Zug kostet.

Besonders leicht übersieht man das beim Buchen auf dem Handy. Die Buchungsseite übersetzt Bahnhofsnamen ins Chinesische, und „Paris Est“ und „Paris Gare de Lyon“ sehen beide nach „Paris“ aus, liegen in der Stadt aber mehrere Kilometer auseinander. Die beiden Screenshots auf dem Handy sind typisch: Der Zug nach Reims fährt 09:58 Uhr vom Paris Est ab, mit einem Umstieg unterwegs, und erreicht Reims um 11:22 Uhr; der Zug nach Lyon fährt 11:52 Uhr vom Paris Gare de Lyon ab und erreicht Lyon Part-Dieu um 13:56 Uhr. Auf beiden Tickets steht als Abfahrtsort Paris, es sind aber zwei verschiedene Bahnhöfe.

Die Buchungsseite auf dem Handy: Paris–Reims, Abfahrt 09:58 Uhr vom Paris Est mit TGV INOUI 2507, Ankunft 11:22 Uhr in Reims, ein Umstieg am selben Bahnhof

Die Buchungsseite auf dem Handy: Paris–Lyon, Abfahrt 11:52 Uhr vom Paris Gare de Lyon mit TGV INOUI 6613, Ankunft 13:56 Uhr in Lyon Part-Dieu

Eine dritte Möglichkeit: Auf dem Ticket steht als Abfahrtsbahnhof Aéroport Charles de Gaulle 2 TGV – das ist der Hochgeschwindigkeitsbahnhof unter Terminal 2. Dann fahren Sie nach der Landung nicht erst in die Stadt, sondern nehmen den Zug direkt unten. Wer diese Zeile beim Kauf prüft, spart sich eine Fahrt in die Stadt und zurück.

BahnhofHauptrichtungMetro / RER
Gare du NordNordfrankreich, Belgien, Vereinigtes Königreich (Eurostar)Linien 4, 5; RER B, D
Gare de l'EstOstfrankreich, Deutschland, LuxemburgLinien 4, 5, 7
Gare de LyonSüdostfrankreich, Schweiz, ItalienLinien 1, 14; RER A, D
Gare d'AusterlitzSüdwestfrankreich, Spanien, PortugalLinien 5, 10; RER C
Gare MontparnasseWestfrankreich, BretagneLinien 4, 6, 12, 13
Gare Saint-LazareRichtung NormandieLinien 3, 12, 13, 14

Am Bahnhof kommt die Zeit für die Bahnsteigsuche dazu. Die alten Pariser Bahnhöfe sind meist Kopfbahnhöfe: Prüfen Sie nach dem Betreten zuerst die Anzeigetafel mit Zug und Gleisnummer (Voie) und suchen Sie dann das passende Gleis. Beim Umstieg von der Metro in einen Fernzug gilt: Die alten Linien – besonders die Linie 4 – haben viele Treppen und wenige Aufzüge, mit großem Koffer brauchen Sie Zeit. Wer 45–60 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof ist, plant großzügig; in der Hochsaison noch etwas mehr.

In dieser Reihenfolge ist der Pariser Nahverkehr gar nicht schwer: am Flughafen die Flughafenfahrt für 13 € lösen, nach Aufenthaltstagen zwischen Tages- und Wochenkarte rechnen, gewöhnliche Tickets am ticket-Automaten ziehen und die Wochenkarte am Schalter oder in der App besorgen, und zum Schluss prüfen, von welchem Bahnhof der Zug in die Provinz geht. Fahrpreise, Ticketarten und Verkaufswege ändern sich – maßgeblich sind am Reisetag die Angaben von Île-de-France Mobilités und der SNCF.